My journey

Milestones in My Life

Born in Stuttgart in 1974, my professional journey has taken me from traditional legal training through international criminal justice and human rights work to mediation.

Getting to know different walks of life, understanding different perspectives, and facilitating understanding continue to connect these milestones to this day.

Über Grenzen hinweg

Nach meinem Jurastudium in Freiburg und Madrid und dem ersten juristischen Staatsexamen erwarb ich einen Master of Laws (LL.M.) am Europakolleg Brügge. Es folgten das Referendariat mit Stationen unter anderem in Berlin, Speyer und an der Deutschen Botschaft in Quito sowie das zweite juristische Staatsexamen.

Als Programmkoordinatorin bei Transparency International in Berlin arbeitete ich anschließend im Bereich der internationalen Korruptionsbekämpfung.

Von 2007 bis 2012 war ich am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag tätig – zunächst als juristische Assistentin, ab 2008 als Staatsanwältin im Büro des Anklägers. Ich wirkte an Verfahren wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit. Besonders prägend war die Arbeit mit Zeuginnen und Zeugen, sowohl vor Ort als auch während der Verfahren in Den Haag.

Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Konflikte verändert. Sie haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, genau zuzuhören, unterschiedliche Erfahrungen ernst zu nehmen und auch in schwierigen Situationen einen verlässlichen Rahmen für Gespräche zu schaffen.

Wissen vermitteln und
Verständigung ermöglichen

Lehre und juristische Arbeit

Seit 2016 lehre ich Strafrecht, Staatsrecht und Menschenrechte an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen in Köln.

Ich schätze den Austausch mit den Studierenden und die Aufgabe, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen. Daneben bin ich weiterhin als selbstständige Juristin tätig, insbesondere zu Fragen des Völkerstrafrechts, der Menschenrechte und der Korruptionsbekämpfung.

Der Weg zur Mediation

Mit meiner Mediationsausbildung 2020/2021 kam eine neue Perspektive hinzu: Menschen dabei zu unterstützen, selbst tragfähige Lösungen für ihre Konflikte zu entwickeln. An die Stelle einer Entscheidung durch andere tritt die Möglichkeit, gemeinsam Verantwortung für das weitere Miteinander zu übernehmen.

Konflikte im Sport

Heute ist die Mediation im Sport ein Schwerpunkt meiner Arbeit. Hier treffen persönliche Beziehungen, ehrenamtliches Engagement, sportlicher Ehrgeiz und die Verantwortung von Vereinen und Verbänden aufeinander. Ich begleite Konfliktklärungen und arbeite an Ansätzen zur Prävention und zum Schutz vor Gewalt. Als Leiterin der Fachgruppe Sport im Bundesverband MEDIATION e. V. gestalte ich die Weiterentwicklung dieses Arbeitsfeldes mit.

Familien und Kinder

Ebenso am Herzen liegt mir die Paar- und Familienmediation. Seit 2022 bin ich durch MiKK als Mediatorin für grenzüberschreitende Familienkonflikte zertifiziert. Über dieses Netzwerk begleite ich regelmäßig Familien, deren Leben sich über Länder, Sprachen und kulturelle Hintergründe hinweg erstreckt.

Kinder und Jugendliche sollen mit ihren Bedürfnissen und ihrer Sicht auf die Familie gehört werden, ohne die Verantwortung für Entscheidungen der Erwachsenen tragen zu müssen. Meine Qualifizierung zur Verfahrensbeiständin 2023 und die Zertifizierung durch Lisa Parkinson als Child-Inclusive Mediator 2025 haben meinen Blick hierfür weiter geschärft.

Meine juristische Ausbildung, meine internationale Erfahrung und meine Sprachkenntnisse in Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch helfen mir, Brücken zu bauen – auch dort, wo unterschiedliche Lebensgeschichten und Erwartungen die Verständigung erschweren.

Was mich persönlich trägt

Privat bin ich verheiratet und Mutter von vier Kindern. Das Familienleben lehrt mich täglich, dass gute Kommunikation, Verständnis und Mut zur Weiterentwicklung der Schlüssel zu gelingenden Beziehungen sind. Auch der Sport begleitet mich seit meiner Kindheit: mit seiner Begeisterung, seinem Gemeinschaftsgefühl und den Herausforderungen des Miteinanders.

Beides erinnert mich immer wieder daran, dass Beziehungen Aufmerksamkeit brauchen und Verständigung nicht selbstverständlich ist. Diese Erfahrung bringe ich in meine Arbeit ein – mit Respekt vor den Lebenswegen anderer und dem Vertrauen darauf, dass Veränderung möglich ist.